Glückliche Kinder in Denia (Spanien)

Bericht von Angelika und Mario Riegmann aus Spanien:

„Wir haben die uns anvertraute Spendenware gleichmässig verteilt, auch an private Familien, denen es seit der Corona Krise wirklich nicht gut geht. Eltern haben ihre Jobs verloren, es gab kaum staatliche Unterstützung. Das Team der Pequeno Rancho steht im engen Kontakt mit dem Roten Kreuz Denia, Heilsarmee Denia und Extiende tu mano Denia (Verein, die Familien mit Kindern in Armut unterstützen). Wir haben Familien zum Essen eingeladen und Lebensmitteltaschen im Namen vom Kinderhilfswerk ICH e.V. übergeben.

Inhalt der Taschen: Mehl, Zucker, Reis, Salz, Spagetti, Tomatensoße, Toast für Sandwich, Erdbeerjoghurt, Schokoladenaufstrich, Oreo Kekse, Shampoo, Duschgel, Bio-Fruchtgetränke, Bunte Kringel und Müsli.

Wir dürfen leider nur immer bis 10 Personen auf unsere Ranch lassen (gesetzliche Corona Regeln). Die Kinder und Familien (ein Elternteil pro Kind) haben zusätzlich noch ein paar schöne Stunden bei uns erlebt. Tiere streicheln und füttern, spielen auf unserem neuen kleinen Spielplatz und es gab Kaffee für die Eltern, Fanta, Wasser, Obstsäfte und leckeren Kuchen aus eigener Herstellung für die Familien. Es waren glückliche Stunden, man merkte die Zufriedenheit und Dankbarkeit.

Nächsten Mittwoch kommen 5 neue Familien mit Kindern zum Mittagessen. Wir wollen auf unserer Ranch ein Zeichen setzen, dass Kinder in Not bzw. Armut keine Schande ist, sondern zu einem europäischen Problem wird.

Nicht nur in der dritten Welt gibt es Armut und Hunger auch vor unseren Haustüren.

Die Zahl der von Armut bedrohten Kinder in Europa hat aufgrund der Corona – Pandemie erheblich zugenommen. Immer mehr Familien sind auf Unterstützung und Hilfe angewiesen. Besonders betroffen sind Kinder, deren Eltern arbeitslos sind, Kinder von Alleinerziehenden, Kinder mit mehreren Geschwistern. Das Gefühl der Resignation, Scham und Ausgrenzung begleitet viele Kinder aus armen Familien. Wir werden alles versuchen – im Namen vom Kinderhilfswerk ICH e.V. – diese Kinder zu unterstützen, die soziale Teilhabe und das Wohlergehen dieser Kinder zu fördern.

Eine Regenbogenranch erbauen wo Kinder und Tiere gewollt sind, wo Platz für Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Solidarität herrscht. Danke, dass es Euch gibt. Anbei die ersten Bilder.

Wir sagen gemeinsam DANKESCHÖN, an Euch und alle Spender. Spanische Kinder sollen nicht vergessen werden. Verbleibe mit lieben Grüssen Angelika und Mario, dicke Umarmung-bleibt alle gesund und passt auf Euch auf.“

Pequeno Rancho
Angelika und Mario Riegmann

 

 

Eine Familie fliegt nach Spanien zu Pequeno Rancho

Niederländisches Paar kämpft gegen Missbrauch

So manches, was man im Tagesgeschehen hört, ist schier unglaublich aber auch unerträglich. Marcel und Priscilla haben zwei Töchter. Beide Eltern waren tagtäglich arbeiten und Marcels Mutter hatte die Aufgabe, auf die Mädchen aufzupassen, sie zu hüten. Das wirkte auch liebevoll, so wie es eine Großmutter für ihre Kinder und Enkel tut und leistet. Sie gibt ihnen Geborgenheit.

Eines Tages, als Marcel von der Arbeit nach Hause kam, sagte das kleine dreijährige Töchterchen: „Papa, ich muss mal Pipi.“ „Ja, dann geh doch“, sagte Marcel, denn die Kleine war schon recht selbstständig. Dann hörte Papa Marcel ein Weinen und er ging zu seinem Töchterchen. Was er dort sah, brachte großes Erschrecken. Das Töchterchen hatte Blut im Höschen, sie war missbraucht worden. Blut bedeutet in diesem Fall, dass das kleine Töchterchen penetriert wurde – einfach grausam! Auf Priscillas Frage, was passiert sei, antwortete die Tochter: „Das hat Geert gemacht.“ Geert B. war ein Nachbar. Marcel rief die Polizei. Er als Vater wurde anfangs ebenso wie der Nachbar bei den Untersuchungen verdächtigt und überprüft.

Sechs Monate später wurde der Nachbar verhaftet, er hatte bereits ein Kind getötet. Damit war das Horrorthema noch nicht vorbei: Die eigene Großmutter hatte dem Nachbarn das Kind für sexuelle Handlungen ausgeliefert.

Kinder und Eltern sind nunmehr traumatisiert, benötigen psychologische und psychiatrische Behandlungen. Mama Priscilla bekam in der Folge Krebs. Mehrere Operationen musste sie über sich ergehen lassen.

Die Eheleute Marcel & Priscilla kämpfen einen weltweiten Kampf gegen Missbrauch und wir unterstützen dabei im Rahmen des Möglichen. Mehr Infos auf: http://strijdtegenmisbruik.nl/kampf-gegen-missbrauch

Als ich vor zwei Jahren in Spanien den Therapiehof „Pequeno Rancho“ von Angelika und Mario Riegmann-Matthies besuchte, begleitete mich Marcel und ich sah, wie glücklich er war. Jetzt beschlossen wir Im ICH e.V., die gesamte Familie nächstes Jahr im Juli für zehn Tage auf die Ranch einzuladen. Die Flüge sind bereits gebucht.

Für Marcel, Priscilla und die Töchter wird es ein großes Erlebnis werden. Der ICH e.V. präsentierte diese Reise als Weihnachtsgeschenk. Ohne unsere wohlwollenden Spender wären wir nicht in der Lage, solche Geschenke überhaupt machen zu können. Insofern danke ich allen von Herzen, die uns unterstützen.

Damit bin ich herzlichst
Ihr Dieter F. Kindermann
Präsident ICH e.V.