Feuerwehrlöschfahrzeug auf dem Weg nach Paraguay

Deutsche Feuerwehrhilfe e.V. unterstützt ICH e.V. wirksam

Nun ist es endlich soweit. Von den ersten Gesprächen zur eventuellen Übernahme des Löschfahrzeugs, das für Paraguay bestimmt ist, bis zur Ankunft in Paraguay, werden fast 2 Jahre ins Land gegangen sein. Der Reihe nach:

Dipl. Ing. Dimitrij Reich, Mitarbeiter der Fa. Clarios, hatte erfahren, dass das Unternehmen ein Tanklöschfahrzeug der Werkfeuerwehr durch ein neues Fahrzeug ersetzen wollte. Sofort flammte die Idee auf, den seit Jahren aus Paraguay bekannten Wunsch, ein Löschfahrzeug gespendet zu erhalten, wieder aufzugreifen. Dimitrij Reich arrangierte ein Gespräch mit seiner Geschäftsführung und ICH e.V. Präsident Dieter F. Kindermann besuchte, zusammen mit einer Delegation, das Unternehmen. Kritisch hinterfragt wurde der künftige Verbleib des Fahrzeugs. Die Argumente, dass das Fahrzeug im Urwald von Paraguay Leben retten könnte, überzeugten.

Es dauerte noch einige Monate, bis das Fahrzeug im Spätsommer 2019 dem ICH e.V. übergeben werden konnte. Das war auch der Moment, in dem Andreas Meier, Präsident der Deutschen Feuerwehrhilfe e.V. (www.deutsche-feuerwehrhilfe.de) und sein Kollege, Dirk Heidenreich, ins Spiel kamen. Denn klar war, nur mit Fachleuten, die sich mit der Sanierung von Altfahrzeugen auskannten, konnte der nächste Schritt gegangen werden.

Nachdem die Überführung nach Stadthagen stattgefunden hatte, stand das Fahrzeug zunächst auf dem Gelände der Feuerwehrzentrale des Landkreises Schaumburg. Auch hier bekam der ICH e.V. Unterstützung von erfahrenen Feuerwehrkollegen.

Das Fahrzeug musste optisch in einigen Bereichen aufbereitet werden. Dafür erklärte sich KFZ-Meister Ramazan Karagöz aus Stadthagen bereit. Ungefähr 2 Wochen nutzte er mit seinen Mitarbeitern jede denkbare freie Minute, um das Fahrzeug aufzubereiten. So konnte das Löschfahrzeug anlässlich der Mitgliederversammlung, die am 25.09.2019 im Lauenhäger Bauernhaus stattfand, zumindest optisch präsentiert werden. Ein gelungenes Gruppenbild zeugt vom Stolz aller Mitglieder über den nächsten geplanten Schritt.

Andreas Meier transportierte das Fahrzeug nach Hannover und zusammen mit verschiedenen Fachleuten wurde am Innenleben gearbeitet. (Unser Dank gilt u. a. Herrn Jörg Kaufmann von der Fa. 1 A Autofit in Ronnenberg für die tatkräftige Unterstützung, sowie dem Vizepräsidenten der Deutschen Feuerwehrhilfe e.V.,Florian Schütte, für die Beschaffung diverser Ersatzteile, ohne die das Fahrzeug nicht einsatzbereit geworden wäre.) So musste der Tank für das Löschwasser aufwendig saniert werden, die Pumpe wieder in Gang gebracht werden und, und, und. Wenn man alle Stunden zusammenrechnet, so dürften weit über 1.000 Mannstunden zusammenkommen.

Am Mittwoch, 22. Januar 2020 ging es dann mit 5 Personen Besatzung im Löschfahrzeug und Begleitfahrzeug nach Hamburg zum Überseehafen und voraussichtlich in 6 bis 8 Wochen wird das Fahrzeug in Asuncion, der Hauptstadt Paraguays, von Bord gehen. Von da aus geht es dann in den Urwald. ICH e.V. Mitarbeiter, Uwe Dillenberg, selbst ausgebildeter Feuerwehrmann, wird den Transport durchführen. Bereits im April werden der Präsident der Deutschen Feuerwehrhilfe e.V., Andreas Meier, mit seinen Begleitern Dirk Heidenreich, Marco Brauner von der Flughafenfeuerwehr in Halle / Leipzig und Studienrat und freiwilliger Feuerwehrmann Christian Scheunig, in Paraguay erwartet. Mit Erfahrung dieser Fachkollegen werden im Urwald Feuerwehrkameraden trainiert.

Unabhängig vom Löschfahrzeug sind in den letzten Wochen und Monaten diverse Feuerwehrhilfsgüter, Kleidung, Helme, Schuhe aber auch Geräte, exportiert worden. Eine bis dahin nie gekannte optimale Ausstattung an Equipment.

Das Löschfahrzeug hat einen neuen Namen bekommen. Es ist jetzt eine Dame geworden und diese heißt: LA SENORITA. Getauft auf diesen Namen hat Andreas Meier die La Senorita.

So möchte ich mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bei allen Spendern, Helfern und Unterstützern bedanken. Es geht für alle ein Traum in Erfüllung und mit diesem einher geht die Hoffnung, wenn nötig, Leben zu retten.