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Friedensrose aus Darfur: Hoffnung trotz Krieg

Eine Friedensrose aus Darfur kann mehr sein als ein kleines handgefertigtes Zeichen. Sie kann von Mut erzählen, von zerstörten Träumen, von Neubeginn – und davon, was konkrete Hilfe bewirken kann.

Während ihrer Zeit im Sudan rief Verena Mustač die Initiative More Helping Hands ins Leben. Aus ersten Begegnungen, Hilfsaktionen und persönlichen Kontakten entstanden über die Jahre Projekte, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen: durch Bildung, kleine Existenzgründungen, medizinische und humanitäre Hilfe sowie den Erhalt lokaler Kultur, Traditionen und Handwerkskunst.

Der ICH e.V. begleitet diese Arbeit seit einiger Zeit unterstützend. Bereits 2023 haben wir über die Ernennung von Verena Mustač zur Sonderbeauftragten und die Zusammenarbeit mit More Helping Hands berichtet: Verena Mustač zur Sonderbeauftragten ernannt. More Helping Hands beschreibt seine Arbeit als Initiative, die Menschen in Notlagen zeigen möchte, dass sie nicht vergessen sind und dass Hilfe durch persönliche Netzwerke direkt ankommen kann.

Friedensrose aus Darfur: Aishas Geschichte

Bei einer Kulturveranstaltung in Darfur lernte Verena die junge Frau Aisha aus Nyala kennen. Aisha präsentierte dort handgefertigte Produkte: wunderschöne Taschen und kleine Friedensrosen aus Stoff und regionalem Gras. Ihre Arbeiten fielen sofort ins Auge – nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch, weil sie eine Geschichte erzählten.

Aisha war eine kluge, engagierte junge Frau mit klaren Plänen. Sie wollte lernen, arbeiten und sich eine selbstbestimmte Zukunft aufbauen. Mit dem Erlös aus dem Verkauf ihrer Friedensrosen konnte sie ihr Studium finanzieren und Schritt für Schritt unabhängiger werden. Die kleinen Rosen wurden so zu einem Symbol: für Frieden, Würde und die Kraft, das eigene Leben in die Hand zu nehmen.

Doch dann kam der Krieg.

Seit dem Ausbruch des Konflikts im Sudan im April 2023 hat sich das Leben von Millionen Menschen dramatisch verändert. Nach Angaben der Vereinten Nationen begann der Krieg Mitte April 2023 und hat eine der größten Vertreibungskrisen weltweit ausgelöst; besonders betroffen sind auch Regionen wie Darfur und Nachbarländer wie der Tschad. Auch Aisha verlor vieles von dem, was sie sich mühsam aufgebaut hatte. Dinge, die früher selbstverständlich waren, wurden plötzlich zu täglichen Herausforderungen.

Doch Aisha gibt nicht auf.

Dank der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern konnte sie Solarpanels erwerben. Für ihre Familie bedeutete dies nach langer Zeit wieder Zugang zu Elektrizität. Gleichzeitig möchte Aisha damit ein kleines Geschäft aufbauen und sich Schritt für Schritt eine neue Zukunft schaffen – dank der Friedensrose aus Darfur.

Ihre Geschichte zeigt, wie schnell Krieg Lebenswege zerstören kann – aber auch, wie entscheidend gezielte Hilfe ist, wenn Menschen die Chance bekommen, wieder aufzustehen. Auch dafür steht die Friedensrose aus Darfur.

Hilfe im Sudan und im Tschad

Die Lage im Sudan bleibt für die Arbeit von More Helping Hands sehr herausfordernd. Viele Menschen, die Verena Mustač aus früheren Projekten kennt und die früher selbst andere unterstützt haben, sind inzwischen selbst in große Not geraten.

Im vergangenen Jahr konnten dennoch mehrere Menschen und Familien begleitet werden. Dazu gehört Neimat, eine junge Frau, die früher bei der Polizei gearbeitet hat und heute als Binnenvertriebene in einem Camp lebt. Auch Somaya und ihre Familie wurden unterstützt. Ihr Haus wurde durch Bombardierungen vollständig zerstört; dabei kamen mehrere Angehörige ums Leben, darunter eine vierjährige Nichte. In einer solchen Situation kann Hilfe das Geschehene nicht ungeschehen machen – aber sie kann helfen, die dringendste Not abzufedern.

Auch im Tschad konnte gemeinsam mit der langjährigen Partnerorganisation Sobajo geholfen werden. Ein sudanesischer Junge namens Nasr, den Verena bereits bei einer Kulturveranstaltung im Sudan kennengelernt hatte, lebte dort auf der Straße. Er spielt Gitarre und schreibt eigene Lieder. Durch die Unterstützung gelang es, ihn wieder mit seiner Familie im Sudan zusammenzuführen und ihm zunächst ein Überleben abseits der Straße zu ermöglichen.

Ein weiterer sudanesischer Junge, Khazi, der ebenfalls im Tschad auf der Straße lebte, wurde unterstützt. Darüber hinaus wurden Geld- und Kleiderspenden an bedürftige Menschen verteilt – sowohl an die lokale Bevölkerung als auch an sudanesische Geflüchtete.

Unterstützung in Kenia: sauberes Wasser, Schule und Alltagshilfe

Neben der Arbeit im Sudan und im Tschad gibt es auch in Kenia wichtige Projekte. Dort arbeitet More Helping Hands seit vielen Jahren mit Janet zusammen, einer Maasai-Frau, die mit großem Engagement Hilfen vor Ort organisiert.

Durch sie konnten Wasserfilter in verschiedenen Maasai-Dörfern verteilt werden. Für viele Familien bedeutet das einen besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser – eine Hilfe, die im Alltag unmittelbar spürbar ist. Darüber hinaus kümmert sich Janet um mehrere Kinder, denen sie ein Zuhause gibt und die bei Schulbildung, Kleidung und alltäglichen Dingen unterstützt werden.

Aktuell sollen unter anderem Schulgebühren für die kleine Mercy finanziert werden. Außerdem wird ein Mobiltelefon benötigt, damit Janet leichter mit den Unterstützerinnen und Unterstützern in Kontakt bleiben und Fotos sowie Videos aus den Projekten teilen kann.

In einem der nächsten Beiträge möchten wir Janet und ihre Arbeit ausführlicher vorstellen.

Gemeinsam mehr möglich machen

Die Arbeit von More Helping Hands lebt von persönlichen Beziehungen, Vertrauen und direkter Hilfe. Der ICH e.V. unterstützt diese Arbeit, weil sie dort ansetzt, wo Menschen konkret Hilfe brauchen – oft leise, oft abseits großer Aufmerksamkeit, aber mit großer Wirkung.

Die Friedensrose aus Darfur ist weiterhin über More Helping Hands für eine Spende von 10 Euro erhältlich. Mit dem Erlös werden weitere Projekte unterstützt.

Weitere Informationen gibt es unter:
www.more-helping-hands.org

Spendenkonto

Wer Aisha, Janet und weitere Projekte von More Helping Hands unterstützen möchte, kann gerne spenden:

International Children Help e. V.
Sparkasse Schaumburg
IBAN: DE14 2555 1480 0313 9846 76
BIC: NOLADE21SHG
Stichwort: Verena

Jede Spende hilft dabei, Menschen in schwierigen Lebenssituationen neue Perspektiven zu ermöglichen – im Sudan, im Tschad, in Kenia und überall dort, wo Hilfe dringend gebraucht wird.

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Familie aus dem Sudan evakuiert

Vom Bürgerkrieg im Sudan haben wir aus den Medien erfahren. Die Bundeswehr hat über 600 Familien aus Khartum ausgeflogen. Tausende sind auf der Flucht, Hunderte sind bereits verstorben. Unsere Botschafterin Verena Mustač war bereits für die Vereinten Nationen im Sudan im Einsatz und hat u.a. die Familie von Usama Bella kennengelernt.

Er lebte über Jahre in Deutschland und ist Dolmetscher für Arabisch, Englisch und Deutsch. In seinen Jahren in Deutschland war er Dressurreiter und hat Dressurpferde bis zur höchsten Klasse S eingeritten. Er und seine Frau haben drei Kinder, Eva (10), Jusef (8), Jamen (2). Aus familiären Gründen ist er vor einigen Jahren in den Sudan zurückgekehrt. Er führte ein gutes Leben mit einer eigenen Firma, die erfolgreich tätig war. Seine Frau war als Lehrerin tätig. Da er es gewohnt war, anderen Menschen zu helfen, hat er regelmäßig für krebskranke Kinder gespendet.

Vor kurzem brach der Krieg aus. Sein Haus und seine Firma wurden zerbombt. Dass er und sein Sohn die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, wurde auch er auf Order des Auswärtigen Amtes mit seiner Familie durch die Bundeswehr zusammen mit mehr als 600 anderen Personen evakuiert. Für jedes Familienmitglied durften 8 Kg Gepäck mitgenommen werden. Usamas Frau Safaa sagte unter Tränen: „Wir haben alles verloren“. Doch Dieter F. Kindermann, Präsident ICH e.V., antwortete ihr: „Liebe Safaa, du hast weltliche Güter verloren. Doch für dich und deiner Kinder gilt, dass ihr euer Leben behalten habt. Zusammen mit Verena und vielen guten Menschen, die wir um Hilfe bitten werden, werdet ihr einen Neustart erreichen. Ihr seid sympathisch, ihr seid fleißig.“

Usama und Safaa mit ihren zauberhaften Kindern wird der Neuanfang gelingen. Beide sind sehr begabt. Usama will sofort wieder arbeiten. Zunächst benötigen sie eine Wohnung. Sie sind flexibel. Die Kinder Eva, Jusef und Jamen sind zauberhaft.

Am Mittwoch, 26.04.23, sind sie in Wunstorf gelandet. Bereits am Freitag, 28.04.23, waren sie gemeinsam in Stadthagen zusammen mit Verena Mustač. Auch der Stadthäger Bürgermeister, Oliver Theiß, war zu Besuch. Udo Gast (gast-redner.de) wird kurzfristig in seinem Podcast ebenfalls die Familie vorstellen und zu Spenden aufrufen. Auch dafür sagen wir danke – wie für jeden, der uns unterstützt. Die Familie heißt mit Nachnamen Bella und so lautet auch das Stichwort für eingehende Spenden.

Wir haben ein Spendenkonto eröffnet und bitten um Spenden für diese großartige Familie. Die Kontonummer lautet IBAN: DE39 2555 1480 0470 0519 88, Stichwort: Familie Bella

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