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Simoonga Thandizani Trust School: Wasser und Bildung für 450 Kinder

Sauberes Trinkwasser, eine warme Mahlzeit und die Chance auf Bildung: Für viele Kinder der Simoonga Thandizani Trust School in Sambia sind diese Dinge alles andere als selbstverständlich. Umso mehr freut es uns als Kinderhilfswerk ICH e.V., gemeinsam mit engagierten Unterstützerinnen und Unterstützern konkrete Hilfe leisten zu können und die Schule auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft zu begleiten.

Eine Schule, die ohne Hilfe nicht existieren könnte

Etwa 15 Kilometer westlich von Livingstone liegt das Dorf Simoonga. Dort entstand 2015 aus einer kleinen Initiative eine Schule, die heute rund 450 Kindern Zugang zu Bildung ermöglicht. Was einst mit einem Lehrer und 40 Schülerinnen und Schülern begann, ist inzwischen zu einer wichtigen Bildungsstätte für die Region geworden. Rund 15 Lehrkräfte unterrichten heute in zehn Klassenräumen. Es war die Simoonga Thandizani Trust School.

Der Name der Schule ist dabei Programm: „Thandizani“ bedeutet in der Sprache Chitonga „Hilfe“ oder „Unterstützung“. Genau darauf ist die Schule bis heute angewiesen. Es wird kein Schulgeld erhoben, kein Kind wird abgewiesen und staatliche Fördermittel gibt es nicht. Schulleiter Edwin Ng’uni und sein Team finanzieren den Betrieb ausschließlich über Spenden.

Neben dem Unterricht gehören auch ein Frühstück und ein warmes Mittagessen zum täglichen Angebot der Schule. Für viele Kinder ist die Mahlzeit in der Schule die wichtigste des Tages. Gleichzeitig arbeiten zahlreiche Lehrkräfte unter schwierigen Bedingungen und oft ohne verlässliche Vergütung.

Wasser verändert alles

Eine der größten Herausforderungen der vergangenen Jahre war die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Nachdem eine erste Bohrung im Jahr 2024 noch nicht die erhoffte Wasserqualität liefern konnte, brachte eine zweite Bohrung schließlich den entscheidenden Erfolg.

Dank der Unterstützung durch das Kinderhilfswerk ICH e.V. konnten 2.000 Euro für das Wasserprojekt bereitgestellt werden. Die Mittel entstanden aus einer Zusammenarbeit unseres Botschafters Patrik Wenke beim Event „GlücksdinnerPlus“ mit der Pianistin Any Krusche.

Mit den Spendengeldern wurden die Brunnenanlage, eine Wasserpumpe, Solarmodule zur Energieversorgung sowie eine Schutzhütte für die Pumpentechnik finanziert.

Wie viel dieses Projekt für die Kinder bedeutet, beschreibt Schulleiter Edwin Ng’uni der Simoonga Thandizani Trust School in einer Nachricht an uns: „Es ist eine große Freude, unsere Kinder feiern zu sehen, weil sie endlich sicheren Zugang zu Wasser haben.“

Dieser Satz zeigt, worum es bei unserer Arbeit geht. Hinter jedem Projekt stehen Menschen, deren Alltag sich durch Hilfe ganz konkret verbessert. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet sauberes Wasser mehr Gesundheit, mehr Sicherheit und bessere Voraussetzungen zum Lernen.

Wenn Musik Hilfe möglich macht

Eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Schule spielt die Pianistin Any Krusche aus dem Allgäu. Seit Jahren verbindet sie ihre musikalische Arbeit mit sozialen Projekten und engagiert sich für die Kinder in Simoonga.

Mit ihrem Format Soul Diving Piano® schafft sie besondere Konzerterlebnisse. Freie Klavierimprovisationen treffen dabei auf Elemente der Achtsamkeit und Nervensystem-Regulation. Die Musik soll nicht nur gehört, sondern bewusst erlebt werden.

Für Any Krusche steht dabei ein zentraler Gedanke im Vordergrund: Kunst kann Menschen berühren und gleichzeitig konkrete Hilfe ermöglichen.

Deshalb verbindet sie ihre Auftritte immer wieder mit Spendenaktionen für soziale Projekte. Gemeinsam mit Patrik Wenke beim „GlücksdinnerPlus“, mit Julia Hallmann bei „in:resonance“ sowie bei weiteren Veranstaltungen konnten bereits zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer gewonnen werden.

„in:resonance“ wird zu Hilfe für 450 Kinder

Ein besonderer Höhepunkt war das Konzertformat „in:resonance“, das am 9. August 2026 in Buchloe stattfand. Gemeinsam mit Julia Hallmann improvisierte Any Krusche frei am Klavier. Das Konzert wurde sowohl vor Ort als auch online übertragen.

Die Resonanz war beeindruckend. Durch Spenden der Gäste vor Ort und der Zuschauer im Livestream kamen insgesamt 2.500 Euro zusammen.

Dieses Geld fließt direkt in die Bereiche, die für den Schulbetrieb der Simoonga Thandizani Trust School unverzichtbar sind: Gehälter für Lehrkräfte, Schulmaterialien und die tägliche Verpflegung der Kinder.

Für Any Krusche ist genau das der Kern ihres Engagements: „Für alle Spenden bin ich unendlich dankbar – dass wir mit Patrik Wenke und Julia Hallmann wirklich etwas bewegen konnten. Die Schule ist komplett auf Sponsoren angewiesen. Und genau deshalb macht es für mich Sinn, Musik und Hilfe zusammenzubringen: Ein Abend voller Klang wird zu sauberem Wasser, einer warmen Mahlzeit oder einem Gehalt für eine Lehrkraft.“

Die Kraft eines besonderen Augenblicks

Während des Konzerts in Buchloe erlebte Any Krusche einen Moment, der sie nachhaltig berührte.

Unter den Zuhörenden befand sich eine Person im Rollstuhl, bei der unklar war, wie stark sie ihre Umgebung wahrnimmt und wie viel Kontakt möglich ist. Zu Beginn des Konzerts wirkte ihr Körper angespannt und spastisch. Im Verlauf der Musik veränderte sich ihre Haltung sichtbar. Die Anspannung löste sich, ihr Gesicht wurde friedvoll.

Als Any Krusche schließlich zu ihr ging und sie ansprach, drehte die Zuhörerin ihren Kopf zu ihr und blickte sie direkt an.

Für die Musikerin war dieser Augenblick von besonderer Bedeutung: „Ich weiß nicht, wie ich das in Worte fassen soll, aber es war ein großes Geschenk für mich – und ich bin zutiefst dankbar dafür.“ Und sie ergänzt: „Das sind die Momente, für die ich spiele.“

Gemeinsam Zukunft schenken

Als Kinderhilfswerk ICH e.V. danken wir allen Menschen, die dieses Projekt unterstützen. Unser besonderer Dank gilt Any Krusche, Patrik Wenke, Julia Hallmann sowie allen Spenderinnen und Spendern, die ihren Beitrag geleistet haben.

Jede Unterstützung hilft dabei, die Zukunft von 450 Kindern nachhaltig zu verbessern.

Oder, wie Any Krusche es ausdrückt: „Die Simoonga Thandizani Trust School ist komplett auf Sponsoren angewiesen. Und genau deshalb macht es für mich Sinn, Musik und Hilfe zusammenzubringen.“

Manchmal beginnt Veränderung mit einer Melodie. Und manchmal wird aus einem Konzert Hoffnung für hunderte Kinder.

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