Stadthagen. Das Kinderhilfswerk ICH – Inter‑NATIONAL CHILDREN Help e.V. hat im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung 2025 am 5. November einen umfassenden Rückblick auf die Arbeit des vergangenen Jahres gegeben und zugleich zentrale Vorhaben für 2026 skizziert. Präsident Dr. Dieter F. Kindermann eröffnete die Versammlung, stellte Präsidium, Beirat, Sonderbeauftragte und Team vor und würdigte das breite ehrenamtliche Engagement. Im Zuge der Berufungen wurde Victoria Tegeler feierlich zur Jugendbotschafterin ernannt.
Eine Bildergalerie der JHV 2025 ist am Ende dieses Beitrags zu finden. Vielen Dank an Lutz Bierwirth für die Fotoarbeiten!
Lokal stark verankert – Hilfe aus Stadthagen für die Region
Die Tätigkeiten des Vereins beginnen vor der eigenen Haustür. In Schaumburg und Umgebung wurden vor Weihnachten zahlreiche Tafelkundinnen und -kunden mit Christstollen bedacht; parallel organisierte der Verein in Lindhorst die Verteilung mehrerer Paletten Lebensmittel für wohnungslose Menschen. Das Projekt „Nachtengel Hannover“, das obdachlose Menschen mit Kleidung, warmen Mahlzeiten und medizinischer Erstversorgung unterstützt, ist inzwischen ein fester Bestandteil der Vereinsarbeit: Martina Bergmann („der Nachtengel“) berichtete über die nächtlichen Einsätze an bekannten Treffpunkten, die Kooperation mit Ärztinnen und Ärzten und das wachsende mediale Interesse. Die Versammlung honorierte den Bericht mit lang anhaltendem Beifall. Zu den weiteren lokalen Maßnahmen zählten unter anderem diskret organisierte Schulranzen‑Übergaben für Erstklässlerinnen und Erstklässler, die Unterstützung einer Hippotherapie für die elfjährige Madeleine Schlaf sowie die Mitfinanzierung eines Wellenspielers für das Montessori‑Kinderhaus in Dietzenbach. Auch kulturelle Projekte fanden Beachtung: Der Verein förderte das Filmprojekt „Schwarzer Weg“ von Michael Davies, das auf Lebenslagen von Kindern aufmerksam macht.
Internationales Engagement – von Ghana bis Paraguay
Besonders sichtbar wurde die internationale Hilfe in Ghana: An einer Schule mit mehr als 1.000 Kindern wurden ein Toilettenhaus mit getrennten Bereichen und ein Brunnen für sauberes Trinkwasser fertiggestellt. Möglich wurde die Umsetzung durch das Schließen der Finanzierungslücke mit Unterstützung der VEMA eG; König Céphas Bansah dankte dem Verein für die verlässliche Partnerschaft und erinnerte an vorangegangene Maßnahmen wie Brücken‑, Schul‑ und Brunnenbauten. In Südafrika stattete der Verein die Alma Laerskool mit Schreibmaterialien und Trinkflaschen aus und beteiligte sich an der Installation einer Photovoltaikanlage, um den Schulbetrieb nachhaltiger zu machen. In Peru wurden für einen Kindergarten Module zur motorischen Förderung angeschafft und aufgebaut. In Spanien fand in Dénia eine Nikolausaktion für 60 Kinder statt; in Marokko ermöglichte der Verein die Sanierung eines Schuldachs und unterstützte das Schulessen. Die Hilfe für die Ukraine setzte sich mit Hilfstransporten fort, darunter Pflegebetten, medizinische Geräte, Verbandsmaterial, Feuerwehrausrüstung, Babynahrung und weitere Güter. Familien in Indien und Nepal erhielten Schulmaterialien, Kleidung, Lebensmittel und Medikamente; in Paraguay organisierte der Verein eine umfangreiche Hilfsgüterlieferung und half der kleinen Zoe mit Mitteln für ihre Behandlung. Gäste aus Belarus aus der Tschernobyl‑Region konnten während eines Aufenthalts in Schaumburg erholsame Tage erleben, darunter einen Ausflug in den Heide‑Park.
Neue Projekte und Kooperationen
Annalena Kindermann stellte die geplante Seelöwentherapie in Spanien vor. Gemeinsam mit den Parks Terra Natura und Aqua Natura in Benidorm und dem Therapieteam um Roland und Petra Duss sollen ab 2026 wieder gezielte tiergestützte Interventionen für Kinder mit besonderen Bedarfen angeboten werden; die Betreuung vor Ort übernimmt Angelika Riegmann‑Matthies. Im Bereich Kinderschutz verwies der Verein auf erreichte politische Fortschritte in der Bekämpfung von Missbrauchsdarstellungen sowie auf die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren. Zudem präsentierte Jawahir Cumar das „German Somali Hospital“ in Bosaso/Somalia, das Geburtshilfe, Gynäkologie, Neugeborenenpflege, Notfallversorgung und psychosoziale Betreuung anbietet und sich gegen weibliche Genitalverstümmelung engagiert. Der ICH e.V. sagte zu, anhand einer Bedarfsliste Kliniken und Ärztinnen/Ärzte im Netzwerk anzusprechen, um Sachausstattung zu gewinnen.
Beirat, Botschafter, Sonderbeauftragte – Netzwerk wächst weiter
Mit Rolf Eisenmenger, Volker Braun, Dr. Stephan Bleckwehl und Markus Fucik wurden neue Beiratsmitglieder berufen. Eisenmenger berichtete zudem über das Modelabel „Hannoverkind“, dessen Erlöse sozialen Projekten in der Region zugutekommen; Aktionen – etwa auf Weihnachtsmärkten oder in Kooperation mit Kultur‑ und Handelspartnern – sorgen regelmäßig für Spendenimpulse. Carlo Kertess wurde zum Sonderbeauftragten für „Hannoverkind“ ernannt; Iraj Alipour übernimmt als Sonderbeauftragter Aufgaben in der Türkei. Beiratsmitglied Frederic Akuffo betonte die Notwendigkeit, die Arbeit des Vereins langfristig organisatorisch und finanziell zu verbreitern; ein mehrjähriger Förderantrag ist in Vorbereitung. In der Logistik verwies Karl‑Werner Coith auf die enge Zusammenarbeit mit kommunalen Partnern und Vereinen – etwa bei Hilfstransporten Richtung Ukraine – sowie auf die Bedeutung von verlässlichen Speditionslösungen und zentraler Lagerlogistik, um gespendete Ware schnell und passgenau weiterzuleiten.
Jahreshauptversammlung 2025: Neuwahlen und Bestätigung des Vorstands
Die Versammlung bestätigte Dr. Dieter F. Kindermann einstimmig als Präsidenten. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Vizepräsidenten Prof. Matthias Löhnert, Prof. Volker Römermann, Joachim Baron von Reden und Sirri Haydar; Schatzmeister bleibt Lutz Bierwirth, das Amt des Schriftführers führt nun Wolfgang Sydow. Als Kassenprüfer wurden Andreas Breuer und Frank Teubener benannt. Die Wahlleitung übernahm König Céphas Bansah & seine Frau Gabriele. Im Anschluss stellte der Vorstand mögliche Reiseziele für die kommende Periode vor – darunter Nordmazedonien, Rumänien, Spanien, Paraguay, Ghana und die Türkei – sowie die Prüfung eines neuen Engagements in Vietnam.
Anerkennung und Unterstützung aus der Region
Bürgermeister Oliver Theiß würdigte in seinem Grußwort die Leistung des Vereins: Vom „kleinen Stadthagen“ gehe Hilfe in viele Weltregionen – dennoch sei der ICH e.V. vor Ort mitunter „unter dem Radar“. Das gelte es zu ändern; das Netzwerk und die Verankerung des Vereins böten dafür beste Voraussetzungen. Aus der Region selbst kamen erneut zahlreiche Impulse: Spendenaktionen lokaler Unternehmen und Initiativen, etwa die Unterstützung durch die Venture One Group, das Engagement des Köcheclub Schaumburg, die Benefiz‑Aktivitäten des Romantikhotels & Schmiedegasthauses Gehrke mit der Eröffnung eines öffentlichen Bücherschranks, die Spendenpraxis der Floristin Brigitte Roy sowie Zuwendungen aus dem Schaumburger Vereinsleben, zeigen die Breite der gesellschaftlichen Rückendeckung. Darüber hinaus sind neue Benefiz‑Kooperationen in Planung; eine Aktion mit Musiker Jay Kahn wurde angekündigt. Ergänzende Öffentlichkeitsarbeit leisten zahlreiche Medienpartner in der Region, die regelmäßig berichten und so zusätzliche Unterstützerinnen und Unterstützer gewinnen.
Transparenz und Verantwortung
Der Verein bekräftigte seine Selbstverpflichtung zu Transparenz und sorgfältigem Mitteleinsatz. Spenden, Sachgaben, Cent‑by‑Cent‑Dosen und Mitgliedschaften bleiben die wichtigsten Säulen; zugleich will der ICH e.V. den Kreis der Fördernden erweitern – von lokalen Unternehmen über Verbände bis zu Stiftungen. Kooperationen mit Partnern wie der VEMA eG, dem BVSV e.V. und weiteren Netzwerken tragen dazu bei, Hilfsgüter zu beschaffen, Logistik zu sichern und Projekte zu finanzieren. Die Einbindung von Botschafterinnen und Botschaftern – aus Zivilgesellschaft, Kultur und Wirtschaft – dient dabei als Brücke zwischen Spenderkreisen, Projektteams und Empfängerorganisationen.









Allgemeine Beschreibung zum ICH e.V.
Der ICH – Inter‑NATIONAL CHILDREN Help e.V. ist ein gemeinnütziger, in Stadthagen ansässiger Verein, der seit vielen Jahren Kindern und ihren Familien in Notlagen hilft – schnell, unbürokratisch und weltweit. Die Bandbreite reicht von Einzelfall‑Hilfen und lokal verankerten Sozialprojekten über Bildungs‑ und Gesundheitsmaßnahmen bis hin zu internationalen Hilfstransporten und Infrastrukturvorhaben. Leitend sind die Prinzipien der unmittelbaren Hilfe, der Nachvollziehbarkeit der Mittelverwendung und der engen Kooperation mit verlässlichen Partnern vor Ort. Ehrenamtliches Engagement und projektbezogene Spenden sind zentrale Pfeiler der Arbeit; der Verein vernetzt Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Institutionen und Kommunen, um Hilfe dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
Kontakt
Kinderhilfswerk ICH – Inter‑NATIONAL CHILDREN Help e.V.
Präsident: Dr. Dieter F. Kindermann • St. Annen 38, 31655 Stadthagen
Web: www.ichev.de • E‑Mail: info@ichev.de
Spenden helfen direkt – jeder Beitrag zählt
Das Kinderhilfswerk ICH e.V. finanziert seine weltweiten Hilfsprojekte ausschließlich durch Spenden, Mitgliedschaften und ehrenamtliches Engagement. Wer helfen möchte, kann dies auf verschiedenen Wegen tun:
Spenden per Banküberweisung:
Sparkasse Schaumburg
IBAN: DE39 2555 1480 0470 0519 88
Volksbank Hameln-Stadthagen
IBAN: DE68 2546 2160 0108 6006 00
Online spenden:
Über PayPal, Lastschrift oder Kreditkarte direkt auf der Website:
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