Liebe Freunde und Förderer des ICH e.V. in Stadthagen,
zuerst möchte ich Ihnen für die Unterstützung bei unseren ICH e.V.-Projekten, besonders natürlich in Indien und Nepal, herzlichst danken. Die Organisation und Durchführung unserer Aktivitäten für hilfsbedürftige Familien, insbesondere Kinder und Menschen in Not, ist nur über Spenden und gemeinsame Planungen möglich. Nur dadurch kann die benötigte Hilfe geschehen und die Menschen in Indien und Nepal, insbesondere die Kinder, erreichen.
Als Botschafterin des ICH e.V. bin ich am 13. September 2024 nach Neu-Delhi geflogen. Nachdem ich mich an die Zeitumstellung, aber auch an das Klima und die Kulturumstellung gewöhnt habe, habe ich regelmäßig Familien besucht, die unter den Brücken, die über Straßen führen, leben. Diese kommen aus verschiedenen Teilen des Landes in die Hauptstadt, vorwiegend aus ländlichen Gebieten, wo es kaum Arbeitsmöglichkeiten gibt. Kinder aller Altersklassen leben dort in Schmutz, Hitze und Kälte.
Es gibt sehr wenige Möglichkeiten für Schule und Bildung. So haben wir dort Kleidung, Lebensmittel und Süßigkeiten verteilt, um zu helfen. Indische Helfer haben mitgeholfen bei der Verteilung und um die Kommunikation zu ermöglichen. Oft werden die Kinder auch zum Betteln geschickt, was sehr gefährlich sein kann. Sie laufen nämlich dann zwischen den Autos herum bei laufendem Verkehr oder sie verkaufen Blumen an die Autofahrer mitten im Straßenverkehr.
Immer wieder haben wir versucht, auch mit den Erwachsenen oder auch den Eltern zu sprechen, um eine Änderung herbeizuführen. Spontan habe ich auch in Delhi an kleinen Ständen Essen gekauft und an die bedürftigen Kinder, die sich dort aufhielten, weitergegeben. Das wurde sehr dankbar angenommen, was für mich sehr erfüllend war. So konnten wir unsere Ideen und Ansprüche des ICH e.V. umsetzen, und die gesamten Spenden sind an die Kinder in Not gegangen.
Im Dezember 2024 musste ich aufgrund des Visums in Indien das Land verlassen und bin für kurze Zeit nach Nepal geflogen. Dort war es schon sehr kalt geworden. Deshalb haben wir mit nepalesischen Helfern für Kinder Kleidung gekauft, die an bedürftige Kinder weitergegeben wurde. Außerdem konnte ich für erkrankte Kinder Medikamente besorgen und diese ihnen zukommen lassen, um zum Beispiel starke Fieberschübe oder auch Bronchitis und Husten zu lindern.
Als ich Anfang Januar zurück nach Neu-Delhi kam, war die Luft extrem verschmutzt, sodass ich nach Rishikesh in den Himalaya umgesiedelt bin. Dort habe ich an einer Schule Kurse zum Stressmanagement für Schüler und Lehrer durchgeführt, die sehr gute Ergebnisse gezeigt haben. Die Schüler erreichen durch Prüfungen, Tests und Erwartungen der Eltern ein sehr hohes Stresslevel, sodass es sehr sinnvoll gewesen ist, ihnen Wege aufzuzeigen, um Stress abzubauen.
Am 29. Januar 2025 bin ich nach Prayagraj gereist. Dort wurde ich von einer indischen Familie erwartet, die uns um Hilfe gebeten hatte. Wir konnten die Kosten für die Ausbildung ihrer zwei Söhne und einer Tochter übernehmen, um ihnen einen Bildungsabschluss zu ermöglichen. Außerdem hat die Familie für weitere Kinder Unterstützungen bekommen, wie Essen, medizinische Betreuung und Medikamente. Auch ein behindertes Kind konnte versorgt werden.
Für weitere zehn Familien mit ihren Kindern, etwa 25 Kinder, haben wir mit Schulmaterialien, Kleidung, Lebensmitteln und Medikamenten für mehrere Monate Hilfe leisten können und sie damit versorgen können. So konnten wir das Leben der Familien und insbesondere der Kinder verbessern und Möglichkeiten für mehr Bildung und auch Chancen für eine bessere Zukunft schaffen.
Durch unsere gemeinsamen Bemühungen und Ihre Hilfe, liebe Freunde und Förderer des ICH e.V., konnten so all die Aktivitäten, vorwiegend in Indien, aber auch in Nepal, für die Kinder erfolgreich durchgeführt werden. Am 14.03.2025 bin ich nach dieser erfolgreichen Arbeit für den ICH e.V. nach Deutschland zurückgekehrt.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien beste Gesundheit und alles Gute und bedanke mich recht herzlich für Ihre Mithilfe.
Herzlichst
Ihre Christine Marie Schulze

